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Belüftetes Dach Ging man in der Vergangenheit davon aus, dass eine belüftete Konstruktion grundsätzlich die feuchteschutztechnische Sicherheit erhöht, muss diese Aussage aufgrund von Forschungsergebnissen des Fraunhofer Institutes kritisch betrachtet werden. Eine Belüftung kann sich
bei Zusammentreffen verschiedener, ungünstiger Faktoren nachteilig
auswirken, da der negative Aspekt der Feuchtezufuhr den positiven der
Feuchteabfuhr je nach Umgebungseinfluss überwiegen kann. Zu gleichen Erscheinungen kann es bei hochgedämmten, belüfteten Konstruktionen in der Nacht kommen, da der Wärmestrahlung nach außen nur eine geringe Wärmezufuhr von innen gegenübersteht. Über Tag wird die zusätzliche Feuchte im Normalfall jedoch durch Belüftung abtransportiert, so dass es nicht unbedingt zu einer Schädigung der Holzkonstruktion kommen muss. Durch die im "Merkblatt Wärmeschutz bei Dächern" des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckerhandwerks - Fachverband Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik - e.V. beschriebenen Problembereiche, wie zum Beispiel Aufbauten, stark strukturierte Dachflächen, häufig unterbrochene Belüftungsebenen (große Dachflächenfenster, Kamine) und ungünstige Dachformen kann eine geplante Belüftung der Dachfläche zum Erliegen kommen, bzw. massiv behindert werden. Die Fachregeln raten in diesen Fällen zu den bauphysikalisch zuverlässigeren unbelüfteten Konstruktionen. Auch fehlt bei extrem flach geneigten Dächern das für den Kamineffekt notwendige Druckgefälle, sodass ausfallende Feuchtigkeit nicht ausreichend schnell abgeführt werden kann. Anders verhält es sich
mit dem sommerlichen Hitzeschutz, bei dem die Wärmeeinstrahlung und
-sammlung durch Belüftung minimiert und die Temperaturspannungen
in der Dachhaut durch das belüftete Dach eher aufgefangen werden
können als durch das nicht belüftete Dach. |